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Ausbeutung von Kindern und das Recht auf Arbeit PDF Drucken E-Mail
Zwischen Humanismus und Realität
Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung "Gute Arbeit weltweit? Analysen - Perspektiven - Strategien zu globalen Arbeitsrechten und Sozialstandards"
Datum: 17. Mai 2011
Zeit: 18.00 - 20.00 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Hörsaal I
(Hörsaalgebäude Campus Bockenheim)
Weltweit arbeiten circa 215 Millionen Kinder, 115 Millionen von ihnen unter ausbeuterischen Bedingungen: Sie arbeiten auf Plantagen und in Minen, als Dienstmädchen, in der Sexindustrie, als Sklaven. Dabei ist die internationale Rechtslage eindeutig: Die ILO-Konvention 182 von 1999 sieht das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit vor, die ältere Konvention 138 (1973) über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung zielt auf ein generelles Verbot von Kinderarbeit im formellen Sektor weltweit. Während Kampagnen ausbeuterische Kinderarbeit in Exportsektoren anprangern und Unternehmen zum Handeln auffordern, sehen Bewegungen arbeitender Kinder solche Ausbeutungsverhältnisse nicht als "Arbeit", sondern als Verbrechen. Sie mobilisieren für ein Recht auf würdige Arbeit und gegen pauschale Verbote, die sie in die Illegalität drängen würden. Während Organisationen wie ILO, UNICEF, Welthungerhilfe oder Global March nach wie vor für ein striktes Verbot eintreten und Staat, Unternehmen und KonsumentInnen zum Verzicht von Produkten aus Kinderarbeit aufrufen, zielen andere Akteure wie ProNats auf die Stärkung arbeitender Kinder und die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass Kinderarbeit ein weitaus komplexeres Phänomen ist, als es einfache Verbote einzuholen vermögen.

Wie ist der aktuelle Stand der Debatte? Welche Strategien gegen ausbeuterische Kinderarbeit gibt es und welche Effekte haben sie auf die Situation arbeitender Kinder? Welche strukturellen Bedingungen und welche konkreten Probleme gilt es zu adressieren?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit:
Prof. Dr. Manfred Liebel (European Network of Masters in Children‘s Rights)
Barbara Küppers (Kinderhilfswerk terre des hommes)
Prof. Dr. Uta Ruppert (Goethe-Universität Frankfurt)
 
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Etwa 250.000 Kinder auf der ganzen Welt sind gezwungen, in Kriegen zu kämpfen. Und dies, obwohl das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention dies seit dem 12. Februar 2002 verbietet - daran erinnert der Red Hand Day dieses Jahr zum fünften Mal.

 

 
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